
Die letzten Europäer
Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee
Was war das „Projekt Europa“ und was ist daraus geworden? Und was wird aus ihm werden? Ist die europäische Gemeinschaft in Zeiten beunruhigender globaler Herausforderungen noch weiter auseinander- statt näher zusammengerückt? Werden nationale Interessen immer mehr gegen europäische Lösungen ausgespielt?
Vor dem Hintergrund dieser Fragen blicken wir auf jüdische Individuen, die angesichts der Zerstörung Europas im 20. Jahrhundert nationale und kulturelle Grenzen überschritten, die universelle Geltung von Menschenrechten erneut einforderten und vehement einen europäischen Traum verfolgten. Anhand ihres Engagements für ein geeintes und friedliches Europa erkundet die Ausstellung gleichzeitig dessen neuerliche Bedrohung.
Das Museum öffnet sich zu einem Ort der Debatte über die Zukunft Europas, über die reale und die ideelle Substanz der Europäischen Union, über Gefährdungen und Chancen, über zukunftsweisende und überkommene Konzepte. Über die europäische Aufklärung wird hier ebenso zu streiten sein wie über ihre Kinder: Säkularisierung und Moderne, Emanzipation und Partizipation, Nationalismus und Chauvinismus, Kolonialismus und Kapitalismus.
Kuratorinnen: Felicitas Heimann-Jelinek, Michaela Feurstein-Prasser (Wien)
Projektleitung: Hanno Loewy (Hohenems)
Ausstellungsarchitektur: Martin Kohlbauer (Wien)
Grafische Gestaltung: Atelier Stecher (Götzis)
Adaptierung Graz: look! design (Graz)
Projektleitung Graz Museum: Ogül Büber-Ottitsch (Graz)
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems im Graz Museum.