
80 Jahre Kriegsende
Aktionstag mit freiem Eintritt | Do, 08.05.2025, ab 15 Uhr
Frieden braucht Erinnerung – heute mehr denn je.
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus bietet das Graz Museum deshalb ein umfassendes Programm. Der Blick auf den 8. Mai 1945 in Graz dient als Ausgangspunkt gemeinsam über NS-Geschichte, die unmittelbare Nachkriegszeit sowie Bedingungen jenes politischen und gesellschaftlichen Umbruches nachzudenken. Gespräche mit Zeitzeug*innen und Nachkommen, Themenführungen, Musik sowie Präsentationen zu aktuellen Forschungen zum sowjetisch besetzten Graz und dem Zwangsarbeitslager Liebenau zeichnen ein vielperspektivisches Bild.
PROGRAMM
15–16.45 Uhr
Dem Vergessen entreißen – Forschungsinsel
Archäologische Funde erzählen als „Zeitzeug*innen“ Geschichten, wenn es niemanden mehr gibt, der sonst darüber sprechen kann. Dazu zählen auch Gegenstände aus dem ehemaligen Zwangsarbeitslager in Graz-Liebenau, aber auch Hinweise auf ältere Aktivitäten in der Umgebung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts geben. Besucher*innen können hier Gegenstände analog und digital betrachten und sich überlegen, zu welchen Zwecken diese ursprünglich verwendet wurden.
16 Uhr
Graz 1938–1945 – Impulsführung & Musik
Wie werden Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg heute erinnert? Welche Spuren jener Zeit und ihrer Protagonist*innen finden sich 80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung im Graz Museum? In einem Streifzug entlang ausgewählter historischer Bilder und Objekte aus der NS- und Nachkriegszeit verschaffen wir uns ein gemeinsames Bild und gehen diesen Fragen nach.
17–18.30 Uhr
Eine Frage der Perspektive – Gespräch mit dem Sohn eines Holocaust-Überlebenden & Erzählcafé
Was können und sollen wir aus der Geschichte lernen? Wir befinden uns heute an einem Wendepunkt des Erinnerns und Gedenkens, in dem vor allem die Generation der Nachkommen eine bedeutende Rolle spielt. Im Gespräch mit einem Nachfahren fragen wir nach den Perspektiven und Motiven der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, ebenso wie nach den Erlebnissen und Handlungen der Vorfahren und dem Umgang damit.
19 Uhr
Roter Stern über Graz – Buchpräsentation von Barbara Stelzl-Marx
Wie gestaltete sich der Alltag der Menschen in Graz unter der sowjetischen Besatzungsmacht? Auf der Grundlage erstmals vertieft ausgewerteter Archivdokumente und eigens durchgeführter Oral-History- Interviews mit Personen, die als Kinder und Jugendliche die dramatischen Nachkriegswochen erlebten, zeichnet Barbara Stelzl-Marx ein lebendiges Bild dieser Zeit.
Freier Eintritt!